Die Angst vor der Frau im Mann.

Sei schwul, aber keine Schwuchtel. Wir sind ja alle so furchtbar tolerant, aber sobald Gender-Normen in Frage gestellt werden, bekommen wir kalte Füße. Warum sich im Schubladen-Denken eine waschechte Identitätskrise manifestiert und weshalb „weibliche“ Männer sexy sind.

Endlich Feierabend. Wir stehen noch ein wenig zusammen, ein Glas Sekt, ein paar oberflächliche Witzeleien. Ein Themenwechsel jagt den anderen, ich komme schon gar nicht mehr richtig mit, da lässt mich eine beiläufige Bemerkung aus meiner duseligen Lethargie aufschrecken. „Also ich könnte jedenfalls mit keinem Mann zusammen sein, der schonmal was mit einem Mann hatte!“
Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie schnell ein zunächst harmlos anmutendes Gespräch so schnell in den Stammtischdebatten-Modus rutschen kann.  Natürlich könnte ich jetzt die Gender-Keule schwingen und die entspannte Feierabendstimmung kurz und klein schlagen, aber ich verkneife es mir und nippe stattdessen betreten an meinem Glas. Natürlich muss ich nachhause. Jetzt. Ja, es war sehr schön mit euch.
Als ich auf dem Heimweg in der Bahn sitze, lässt mich das Gespräch nicht los. Was kann eine offensichtlich emanzipierte, tolerante und gebildete Frau an der Vorstellung so befremdlich und abstossend finden, dass ihr möglicher Zukünftiger sich und seine Sexualität kennengelernt und ausprobiert hat? Irgendwas an dieser Vorstellung scheint sie zu verunsichern. So sehr, dass sie sich mit so einer Situation gar nicht erst konfrontiert sehen möchte.
Wir alle definieren uns in erster Linie über das, was wir alles nicht sind. Wir suchen ähnliche Menschen, um uns mit ihnen verbunden zu fühlen und analysieren andere Menschen, um uns von ihnen unterscheiden zu können. Es lässt sich nicht bestreiten, dass die Welt voller sich bedingender Gegensätze steckt und sich unser ganzes Leben um diese eine Frage dreht: Wer bin ich? Das heteronormativ geprägte und sozial konstruierte Zwei-Geschlechter-System, das wir schon im Kleinkindalter als selbstverständlich kennenlernen, begrenzt das Feld in dem wir uns einordnen können – es gibt uns Sicherheit und lindert dieses konfuse Gefühl der Orientierungslosigkeit.  Charaktereigenschaften sind plötzlich typisch „weiblich“ oder „männlich“. Der rationale, ehrgeizige und starke Mann steht der emotionalen, bedürftigen und rezeptiv-empfangenden Frau gegenüber. Während weiblich konnotierte Verhaltensweisen in der Regel abwertend wahrgenommen werden (wie Passivität,  Unterwürfigkeit, Intuition), werden männlich assoziierte Attribute oft mit Anerkennung honoriert (wie Mut, Durchsetzungskraft, Logik). Wenn der heranwachsende Junge kein „Mädchen“ sein will, muss er halt „die Eier haben“ oder „seinen Mann stehen“. Unsere Sprache lässt nicht viel Spielraum sich gender- und wertneutral auszudrücken. Wir streben danach, nichts undefiniert zu lassen und zwängen damit  jede noch so individuelle menschliche Eigenschaft in ein generalisierbares Sprachkorsett.
Vor allem heterosexuell orientierte Männer laufen fortwährend Gefahr, durch vermeintlich typisch „weibliche“ Gesten, Handlungen oder Eigenschaften soziale Abwertung zu erfahren und fühlen sich nicht selten dazu gezwungen, ihre „Männlichkeit“ immer wieder neu unter Beweis zu stellen. Dieses Phänomen ist genauer betrachtet nicht nur schwer frauenfeindlich, indem es vermeintlich weibliche Attribute kategorisch entwertet, es nimmt auch Männern ihren Entfaltungsspielraum und setzt sie unter Druck. Gäbe es ein geläufiges Äquivalent zur gemeinhin bekannten „Win-Win-Situation“, würde ich es an dieser Stelle verwenden.
Was passiert nun also in unseren Köpfen, wenn ein mutmaßlich „heterosexueller“ Mann sexuelle Erfahrungen mit anderen Männern gesammelt hat? Ein Mann, der möglicherweise „eingesteckt“ hat, passiv war und von einem anderen Mann „genommen“ worden ist – so wie er sich doch eigentlich nach gemeiner Auffassung nach die Frau „zu nehmen“ hätte. Wir können ihn nicht mehr eindeutig zuordnen, er scheint die negativ geprägten weiblichen Attribute anzunehmen und wird durch sie diskreditiert. Nicht umsonst ist Homosexualität in einigen Kulturen zwar verpönt, aber Sex mit anderen Männern in Ordnung, wenn man als Mann den aktiven Part übernimmt. Solang die Vorstellung des aktiven, starken und dominierenden Mannes aufrecht erhalten werden kann, ist die Welt also noch in Ordnung. Wenn ein Mann seine Homosexualität in einem Gespräch mit heterosexuellen Teilnehmern thematisiert, folgt nicht selten die obligatorische Frage: „Bist du aktiv oder passiv!?“. Hier wird nicht nur deutlich, wie wichtig für die meisten Menschen die permanente Kategorisierung und Einordnung ins binäre Geschlechtersystem ist, sondern auch wie schnell dieser Vorgang über sexuelle Potenz hergeleitet wird. Hier lässt sich die Brücke zu politischen Machtverhältnissen schlagen, die sich über dieses Gleichnis ebenfalls auf die typischen sexualisierten Geschlechterrollen beziehen lassen (Sexuelle Potenz = Politische Potenz).

Du bist „zwar“ schwul, aber „immerhin“ aktiv? Na, da sind wir ja alle beruhigt. Dann ist bist du ja gar nicht so weiblich wie befürchtet!

Dass diese Frage Homosexualität einmal mehr von einer Lebensform zu einer sexuellen Praktik degradiert und an Übergriffigkeit kaum zu übterreffen ist, scheint das Bewusstsein der Fragenden oftmals nicht zu erreichen.
Wenn wir Abgrenzungen zu unserem Gegenüber dazu benutzen, uns selbst zu definieren, dann lehnen wir Menschen schnell ab, die wir nicht eindeutig zuordnen können. Wenn ich es als Frau also befremdlich finde, einen Mann zum Partner zu haben, der nicht lückenlos männlich-assoziierte Eigenschaften in sich trägt, dann fühle ich mich womöglich mit ihm an meiner Seite nicht weiblich genug. An diesem Punkt wird eine Identitätsfrage externalisiert und somit zum Beziehungsproblem.
Viele junge Menschen aus meiner Generation sagen von sich, dass sie Homosexualität zumindest tolerieren, sobald es jedoch um das überschreiten gewisser Gender-Normen geht, fühlen sie sich angeekelt oder gar bedroht. Sei schwul, aber bitte keine Schwuchtel. Die Möglichkeit, dass der Mann den vermeintlich femininen Part übernimmt erscheint oft befremdlich. Und das ist nicht nur beim Sex oder in Partnerschaften so. Junge Mädchen werden heutzutage glücklicherweise oft (wenn auch noch nicht ausreichend) dazu ermutigt, typisch männliche Berufe kennenzulernen und für sich zu entdecken. Als im Jahr 2002 der Aktionstag „Girls‘ Day“ ins Leben gerufen worden ist, um jungen Mädchen typisch männliche Berufszweige nahe zu bringen, wurden gleichaltrige Jungen zunächst außen vor gelassen. Was aus feministischer Sicht auf den ersten Blick wohl nach einer ganz guten Sache aussah, ignorierte einen wesentlichen Aspekt hingegen gänzlich: Werden Mädchen dazu ermutigt sich einen „männlichen“ Bereich zu erschließen, wertet der Vorgang diesen automatisch auf. Wenn jedoch im gleichen Atemzug Jungen nicht dazu animiert werden, weiblich dominierte Gebiete kennenzulernen, markiert dies gleichsam deren gesellschaftliche Bedeutungslosigkeit.
Männer die sich aus Interesse einen typischen „Mädchenberuf“ aussuchen, haben nicht nur mit Misstrauen und Unterschätzung zu kämpfen – sie laufen auch Gefahr die Anerkennung ihrer „Männlichkeit“ zu bedrohen. Dieser Fakt wird jedoch in vielerlei Hinsicht medial nur unzureichend thematisiert. Schuld daran ist unter anderem die fehlende Sensibilität für männliche Bedürftigkeit, ein Problem, das sich nicht zuletzt in den vorherrschenden Pornografiedebatten manifestiert. Seit Jahren kritisieren Feministinnen das Frauenbild, das in typischer Pornografie angeblich vermittelt wird. Frauen seien unter Druck gesetzt, einem bestimmten körperlichen Idealbild zu entsprechen, gewisse sexuelle Handlungen wie selbstverständlich im Repertoire zu haben und für den Mann unermüdlich verfügbar zu sein. Doch abgesehen davon, dass sich einhergehend mit der Überschwemmung des Marktes von Amateurpornos auch die Bandbreite der weiblichen Darstellung in der Pornografie weiterentwickelt hat und ein typischer Stereotyp Frau zumindest optisch gar nicht mehr feststellbar ist, bleibt bei aller Pornokritik völlig unberücksichtigt, dass auch männliche Darstellungen zu übersteigerten Selbstansprüchen führen können. Der Mann selbst wird in pornografischen Darstellungen eigentlich als völlig irrelevant und geradezu programmiert funktionierend dargestellt, er ist austauschbar – aber dafür ausdauernd. Er „kann“ auf Knopfdruck, solange wie es eben von ihm gefordert wird. Die Frau ist natürlich hellauf begeistert von seinen Qualitäten, bis er automatisiert in der richtigen Szene, im richtigen Moment zum Höhepunkt kommt. Dass es mittlerweile eine Reihe junger Männer gibt, die aufgrund solcher omnipräsenten Darstellungen aus lauter Druck an Potenzstörungen leiden oder zumindest bezogen auf ihre sexuelle „Leistung“ verunsichert sind, wird öffentlich kaum thematisiert und wenn dann hämisch verspottet. Der Mann ist, im Gegensatz zur Frau, eben kein „Opfer“.
Gar nicht so einfach also, in unserer Gesellschaft Mann zu sein. Wenn ich als heterosexuelle Frau das Bedürfnis habe, homosexuelle Erfahrungen zu sammeln, ist dies gesellschaftlich weitgehend akzeptiert. Im besten Fall gelte ich sogar als besonders experimentierfreudig, aufregend und selbstbewusst. Als Mann muss ich mir drei Mal überlegen, ob ich mir den Stempel der verweichlichten „Schwuchtel“ geben lassen möchte. Wir finden es augenscheinlich bedrohlicher, wenn das mächtigere Konstrukt „Hetero-Mann“ ins wanken gerät, als wenn eine Frau die Konturen ihrer Geschlechterrolle verwischt. Was zwar einerseits aus der Abwertung des Weiblichen resultiert, schenkt ihr auf der anderen Seite mehr Bewegungsspielraum zur Selbsterfahrung und Positionierung. Eine Frau im Anzug erfährt (mittlerweile) im Gegensatz zum Mann im Kleid kaum Ablehnung. Welch Ironie, dass die vermeintliche „Stärke“ des Mannes, ihn im Grunde genommen derart beschneidet und in vielerlei Hinsicht hemmt.
Manche Frauen fühlen sich von Männern, die Erfahrungen mit dem gleichen Geschlecht gesammelt haben, also abgestoßen und bedroht. Wenn ich einen heterosexuellen Mann kennenlerne, der Berührungsängste gegenüber Homosexualität hat, verliert er in meinen Augen hingegen recht schnell seinen Glanz. Ein Mann, der seine „Männlichkeit“ immer wieder neu ausloten und vor anderen demonstrieren muss, ist für mich nicht bewundernswert, sondern einfach nur zutiefst verunsichert. Ich möchte ihn dann in meine starken Arme nehmen und ihm sagen, dass die Welt auch cool ist, wenn nicht jede seiner Verhaltensweisen ein Abbild seines Testosteronspiegels sind. Und dann geh ich vielleicht lieber mit dem Typen nachhause, den er vorhin noch innerlich „Schwuchtel“ genannt hat.

 

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12 thoughts on “Die Angst vor der Frau im Mann.

  1. Och oder du gilst als schl** , beliebig,in-euner-phase, untreu, nicht „echt“, wirst enteweder fetischisiert oder nicht ernst genommen..
    Interessant auch dass das wort bisexuell nicht in deinem Beitrag existiert…
    Es gibt ja nun nicht nur homo &/hetero…

    1. Meinst du, dass man als „schl** , beliebig,in-euner-phase, untreu, nicht “echt”“ etc. gelten kann, wenn man als Frau lesbische Erfahrungen gesammelt hat? Kann ich gerade nicht ganz eindeutig herauslesen, sorry! Wenn du das meinst, dann kann ich das nur bestätigen, natürlich kann dir das passieren. Aber es ist auch Tatsache, dass weibliche Homosexualität mehr angenommen wird als männliche – was nicht heißt, dass man damit nie Probleme haben kann.
      Und es gibt auch noch viel mehr als Homo-, Hetero- und Bisexualität.

  2. Danke für diesen Artikel. Ich predige feministischen Mitbürgerinnen ständig, dass es auch eine andere Seite der Medaille gibt und werde dabei meist schräg angeschaut oder mit Totschlagargumenten überhäuft. Ich finde es wirklich erfrischend, dass es auch noch Leute gibt, die es ähnlich sehen wie ich.

  3. Das ist so toll! I love it! Ich habe einen sehr weiblichen UND männlichen Freund, und ich selber bin sehr männlich UND weiblich, und wir harmonieren sooo gut miteinander! Dieses ständige Frau-Mann-Beweisen geht mir dermaßen auf den Senkel und fördert nur Streit und Missverständnisse zwischen den Geschlechtern. Ganz zu schweigen davon, dass für dritte, vierte, fünfte Geschlechter gar kein Platz ist …

  4. Danke für diesen schönen Text. Ich kann ihm wirklich zustimmen. Schmunzeln musste ich ein wenig, als er mich an eine Phase in meinem Leben erinnerte… Da es aber um etwas ging, was nicht direkt erwähnt wurde, möchte ich es gerne hier noch anfügen:
    In der Zeit ganz frisch nach meinem Outing als schwul damals hatte ich innerlich das Gefühl, ich müsste mir selbst die „Männlichkeit“ beweisen. Es waren nicht meine Freunde oder Familie, die (zum Glück) derartiges von mir verlangt oder auch nur angedeutet haben, es war einzig und allein mein inneres Bedürfnis, doch „männlich“ zu sein. Und ja, „schwul aber keine Schwuchtel“ hatte ich damals auch in meinem eigenen, engstirnigen und vielleicht ängstlichen Selbstverständnis.
    Es hat mich leider eine gewisse Zeit gebraucht, diese Denke loszuwerden: Nach ungefähr einem Jahr „schwul, aber ich darf trotzdem männlich sein“ kam ein „schwul, männlich und ich darf trotzdem auch weiblich sein“ hinzu. Geholfen hat mir das Kennenlernen der unterschiedlichsten Leute da draußen, die sich mit den Achsen „männlich-weiblich“ (ich meine „Eigenschaften“ – Blödsinn, ja – aber ihr wisst, was ich meine) und „hetero-bi-homo“ über die ganze Ebene verteilen.
    Und wenn man das erstmal beobachtet und miterlebt, dann wird einem klar, dass man auf der ersten Achse keinen Punkt einnimmt! In diesem Sinne: Warum nicht mit dem Mann, der Mangas und Autos mag einen Cocktail trinken und danach mit der Frau, die Puppen und Fussball liebt, ein Bier? 😉

  5. Schöner Artikel, vielen Dank!

    Ich möchte gerne noch betonen, dass es sich – wie ja in den Kommentaren auch schon angedeutet wurde – um die andere Seite der _gleichen_ Medaille handelt wie bei der Diskriminierung von Frauen*. Es lohnt sich also mMn nicht, Feministinnen* vorzuhalten, dass es den Männern(tm) doch auch schlecht geht (s. Porno). Ich stimme dir zu – viele und insb. feminin auftretende Menschen leiden unter Sexismus. Aber es ist (nur um das nochmal zu verdeutlichen) nie „umgekehrter“ Sexismus, und der Kampf gegen die Abwertung von Femininität ist ein gemeinsames Anliegen von allen, die darunter leiden und_oder sich mit diesen solidarisieren.

  6. Lol
    Danke für diesen Artikel.
    Der hat an einigen Stellen was.
    Schön, das so von einer Frau zu lesen.
    🙂

    Namentlich noch zu Deinen Gedanken über Porno:
    Es wird immer das ach so schreckliche „Frauenbild“ in Pornos kritisiert.
    Das Männerbild ist keinen deut „besser“. Und damit meine ich durchaus nicht nur diesen von Dir bemerkten „Leistungsgedanken“.

    In Pornos sind nicht nur Frauen „Sexobjekte“.
    Männer auch.

    Ich kann nicht ganz beurteilen, wie sehr diese Darstellungen tatsächlich das Männer- oder Frauenbild heranwachsender ernsthaft beeinflussen – meines hat es nicht beeinflusst, zu meiner Zeit war die beliebige Verfügbarkeit von Pornos noch nicht so einfach gegeben.

    Aber im Grunde kann ich mir kaum vorstellen, dass diese einseitige schwachsinnige Darstellung von Männern und Frauen tatsächlich von halbwegs intelligenten Menschen für realistisch gehalten wird.

    Pornos werden Konsumiert und erfüllen dabei eine ganz simple Aufgabe für den, der sie anguckt.
    Aber das hat rein nichts damit zu tun, diese Pseudowelt dauergeiler Männer und Frauen in irgendeiner Weise für real zu halten.

    Und ich habe auch nicht den Eindruck, wenn man z.B. Unterhaltungen/Kommentare heranwachsender so anhört, dass die das anders sehen.

  7. Aber noch was anderes zu den Gedanken bzgl. abgestoßen werden von bestimmten Vorstellungen, und entsprechenden Wertungen/Bewertungen anderer Menschen:

    Ich bin hetero.
    Durch und durch.
    Mich faszinieren Frauen, Frauen ziehen mich an.
    Und die Vorstellung von Sex mit einem Mann stößt mich tatsächlich ab.

    So ist das nun mal.
    Ich denke, es sollte in Ordnung ein, dass für verschiedene Menschen auch bestimmte erotische Vorstellungen abstoßend oder erschreckend sein können.

    Das ist nicht gleichbedeutend damit, dass ich Homosexualität ablehnen würde.
    Sollen andere machen was für sie passt. Aber für mich passt es eben nicht.
    Das spielt in meinem „normalen“ alltäglichen Umgang mit Schwulen oder Lesben keine Rolle.
    Wichtig ist die Freiheit zur Autonomie über das, was für einen bestimmten Menschen passt, und die ist unbedingt zu respektieren, auch wenn sie nicht nachvollziehbar ist.
    Im Grund kann ich ja nicht mal nachvollziehen, was eine Frau denn an einem Mann erotisch findet… es ist aber trotzdem toll so.

    (MUSCHIMIEZE: Sorry, aber ich musste den letzten Teil deines Kommentars leider entfernen. Bitte nicht so übergriffig. Das möchte ich weder öffentlich kommentieren, noch so stehen lassen.)

  8. […] Den Band könnt ihr beim konkursbuch Verlag bestellen. Er ist wirklich schön gelungen, mit tollen Bildern und Kunstwerken illustriert – ich freue mich schon sehr darauf, die anderen Texte zu lesen. Meinen findet ihr natürlich auch weiterhin hier auf dem Blog: Die Angst vor der Frau im Mann. […]

  9. Gibt es wirklich Frauen, die so denken? Irgendwie wär ich auf diese Idee gar nicht gekommen. Im Gegenteil, ich fände die Vorstellung ziemlich heiß – warum auch immer. Aber gut, ich bin eine Frau, die Eddie Izzard unglaublich scharf findet und Venus Boys viel abgewinnen kann, wahrscheinlich kann ich mich da kaum als Norm betrachten. Schwule Pornos z. B. sind aber doch gemeinhin für Frauen viel cooler als Heteropornos (das höre ich sogar öfter mal auch von anderen Frauen): Endlich mal kein rammelnder Unterleib eines Kerls um die 50 (den man aber ohnehin kaum sieht), der ab und an „Oh yeah“ nuschelt und ansonsten ist andauernd eine abtörnende, übertrieben stöhnende Frau in Platinblond mit Körbchengröße F im Bild.

    Das Buch werde ich mir auf jeden Fall kaufen, klingt sehr interessant.

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