#24hPolizei feat. Geschlechterdiskurs

Diese Woche hat uns die Berliner Polizei, im Rahmen einer gelungenen PR-Aktion, 24 Stunden über alles informiert, was in der Hauptstadt so anfiel. Als ich gerade interessehalber die ganzen Beitrage durchgeschaut habe, sind mir vor allem geschlechtsspezifische Auffälligkeiten ins Auge gefallen.

– Wenn von häuslicher Gewalt (bzw. von Gewalt zwischen Mann/Frau) die Rede war, ging diese ausschliesslich von Männern gegen Frauen aus.

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– Wenn in einem zweigeschlechtlichen Verhältnis eine Person bedrängt worden ist, dann war dies die Frau.

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– Wenn ein unbestimmter Hilferuf wahrgenommen worden ist, dann war dieser weiblich.

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– Wenn der bloße Verdacht einer möglichen Straftat ausgesprochen worden ist, dann richtete sich dieser (anscheinend unbegründete) Verdacht ausschliesslich gegen Männer.

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– Wenn eine Person hilflos und schutzbedürftig war, dann handelte es sich fast ausschliesslich um Männer.

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In der Vergangenheit hat es einige Studien und nicht wenige Diskussionen gegeben, die belegen wollten, dass Männer und Frauen gleichermaßen von häuslicher Gewalt betroffen wären. Daher habe ich es als sehr auffällig empfunden, dass ich zwar zahlreiche Beiträge gefunden habe, die Gewalt gegen Frauen thematisieren, aber keinen einzigen, der Gewalt gegen Männer (durch Frauen) behandelt (ich habe nur einen Beitrag gefunden, in dem eine alte, verwirrte Frau ihren Mann nicht mehr in die gemeinsame Wohnung lassen wollte – das steht aber wohl in keinem Verhältnis zu Häufigkeit und Intensität der aufgeführten Beispiele oben).

Ich sehe diesen Umstand keinesfalls als fadenscheinigen „Beleg“ dafür, dass Männer nicht auch unter Gewalt innerhalb von Partnerschaften leiden können. Doch woran liegt es, dass die Tweets so deutlich einseitig geprägt sind? Rufen Männer einfach nie um Hilfe? Oder ist der Anteil der Männer, der bei solchen Situationen krankenhausreif geschlagen wird, im Verhältnis einfach tatsächlich wesentlich geringer? Ist die Schwelle für Frauen viel niedriger, Hilfe zu erfragen? Sind Frauen eben doch signifikant häufiger von massiver häuslicher Gewalt betroffen? Oder melden sich Männer einfach in solchen Situationen nicht bei der Polizei?

Gleiches gilt für die unbestimmten „Hilferufe“: rufen Frauen eher nach Hilfe, als Männer? Oder werden Frauen einfach eher als Männer als Opfer wahrgenommen? Hilft man Frauen eher als Männern? Oder geraten Frauen öfter als Männer in die Situation sich Hilfe suchen zu müssen? Versuchen sich Männer eher selbst zu helfen, als Frauen? Können Frauen sich überhaupt selber helfen?

Dem gegenüber stehen dann die tatsächlich hilflosen und verwirrten Personen: die waren nämlich in der Regel männlich (und haben nicht selbst um Hilfe gerufen). Und wenn jemand einfach pauschal als Täter verdächtigt worden ist, dann war das natürlich ein Mann. In Anbetracht der ganzen anderen Vorfälle zu Recht? Oder ist der Generalverdacht gegen das männliche Geschlecht nur eine Nachwirkung der möglicherweise einseitig repräsentierten Vorfälle?

Besonders interessant fand ich auch den Aspekt, dass besonders viele Männer nicht von ihren Ex-Freundinnen ablassen konnten. Folge von strukturell verankertem Sexismus? Können diese Männer eine Abweisung einfach nicht ertragen? Oder stehen in der Realität genauso viele Frauen vor den Türen ihrer Ex-Männer – ohne, dass dies zur Anzeige kommt? Üben verlassene Frauen einfach auf eine andere Art Druck auf ihren Ex-Partner aus? Und wenn ja, woran liegt das?

 

Alles in allem sehe ich diese Tweets als treffendes Beispiel dafür, wie die Täter-Opfer-Rollenverteilung in unserer Gesellschaft ausgerichtet ist und wie Männer (stark, brutal, Täter)/ Frauen (schwach, hilflos, Opfer) oft wahrgenommen werden. Viele der Fragen sind sicher nicht so schnell final beantwortbar – aber sie bieten immerhin einige interessante Denkanstösse.

 

Sicher ist diese Momentaufnahme, die wir vom Alltag der Berliner Polizei erhalten haben, nicht repräsentativ und es kann natürlich auch nicht ausgeschlossen werden, dass die Auswahl der Vorfälle* und die subjektive Wahrnehmung der Tweet-Verfasserinnen und Verfasser das Bild verzerrt. Ich kann außerdem nicht ausschliessen, bei den zahlreichen Tweets etwas übersehen zu haben!

*Angeblich wurden alle Einsätze wiedergegeben.

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12 thoughts on “#24hPolizei feat. Geschlechterdiskurs

  1. Wie würdest du denn Fragen wie

    „Rufen Männer einfach nie um Hilfe?
    Rufen Frauen eher nach Hilfe, als Männer?
    Oder werden Frauen einfach eher als Männer als Opfer wahrgenommen?
    Hilft man Frauen eher als Männern?
    Können diese Männer eine Abweisung einfach nicht ertragen?
    Oder stehen in der Realität genauso viele Frauen vor den Türen ihrer Ex-Männer – ohne, dass dies zur Anzeige kommt?
    Üben verlassene Frauen einfach auf eine andere Art Druck auf ihren Ex-Partner aus?“

    beantowrten?

    Manchmal gibt es Statistiken dazu, aber oft erfährt man nicht präzise, was wirklich abgefragt wurde, so daß der Geltungsbereich der statistischen Aussage verschwimmt. Läßt du solche Fragen dann unbeantwortet oder hast du eine Idee, andere Argumente geltend zu machen, die dir helfen, wenigstens eine vorläufige Antwort zu finden?

    1. Man stellt sich solche Fragen sicher nie, ohne verschiedene mögliche Szenarien innerlich durchzuspielen.
      Ich habe sicher, aufgrund der Erfahrungen die ich bislang sammeln konnte, zu vielen Fragen zumindest eine Antwort-Tendenz. Ich glaube beispielsweise schon, dass Frauen eher als Männer um Hilfe bitten und Frauen eher als Männer als Opfer wahrgenommen werden. Das ist, meiner Meinung nach, die Folge von Geschlechterstereotypen – und schadet letztlich beiden Seiten.

      1. Ja, ich verstehe das Prinzip, aber die Frage ist doch folgende: Nimm an, wir beide haben zu einer Frage ganz unterschiedliche Erfahrungen, die wir benutzen, um unterschiedliche Antwort-Tendenzen zu bestimmen.

        Wie können wir herausbekommen, wer näher an der Wahrheit dran liegt? Ich habe selbst keine vernünftige Idee dazu.

  2. Es gibt dafür einen ganz einfachen Grund: Männer die Häusliche Gewalt erleiden, erhalten keinerlei Hilfe von der Polizei. Ihnen glaubt man nicht. Deshalb ist es auch so einfach für Gewalttätige Frauen, sobald sich der Mann wehrt, rennen sie zur Polizei und zeigen ihn an. Wem wird geglaubt? Ich habe das selbst mal im bekanntenkreis erlebt. Sie, betrunken, schlägt und Kratzt ihn(kostete fast das augenlicht) und Sie rennt dann zu Polizei und zeigt ihn an. Es wurde ihm erst geglaubt, als zwei FRAUEN für ihn ausgesagt haben.

    Und genau so läuft es, Männer bekommen keine Hilfe, weil alles auf Frauen fixiert ist. Schuld ist der einseitige Feminismus, der nur den Mann als täter kennt, und die Frau nur als opfer. Dabei war schon in den siebzigern bekannt, das Frauen genauso gewalttätig sind wie Männer. Wurde aber von Feministinnen verhindert, das das berücksichtigt wird. Siehe hier: http://en.wikipedia.org/wiki/Erin_Pizzey
    „Pizzey says that it was after death threats against her, her children, her grandchildren, and the shooting of her dog, all of which she states were perpetrated by militant feminists,[16][17] that she left England for North America. „

    1. Der Ursprung des Täter-Opfer-Modells ist meiner Meinung nach nicht im Feminismus, sondern in den tief verankerten Geschlechterstereotypen zu suchen (gegen die feministische Strömungen ja durchaus auch vorgehen).

      Ich kenne übrigens auch Frauen, die missbraucht und belästigt worden sind – und denen kein Glaube geschenkt worden ist und deren Peiniger bis heute unbehelligt ihren Weg gehen. Es gibt immer zwei Seiten der Medaille, das sollten weder Feministen/Feministinnen noch Gegner/innen des Feminismus nicht vergessen…

      1. „Der Ursprung des Täter-Opfer-Modells ist meiner Meinung nach nicht im Feminismus, sondern in den tief verankerten Geschlechterstereotypen zu suchen.“

        Das ist auch meine Vermutung. Aber Feminismus ist deshalb so erfolgreich, weil er die traditionellen Geschlechterstereotypen fortsetzt und auf ihnen aufbaut, anstatt sie zu durchbrechen. Behauptet wird damit, daß der Feminismus die Geschlechterrollen falsch analysiert.

        Und genau aufgrund dieser Thesen sind viele, aber nicht alle Maskulisten Antifeministen.

        Feministen versuchen bisher leider, dieser These durch die Idee, daß es DEN EINEN Feminismus nicht gäbe, und die Strategie eines für jede Person einzeln abgewandelten Feminismus lediglich zu entkommen.

        Eine interessante Diskusssion, an der sich die üblichen Schreihälse auch vermutlich nicht beteiligen würden, könnte sich entwickeln, wenn sich Feministen dieser These stellen würden.

      2. @muschimieze
        „Der Ursprung des Täter-Opfer-Modells ist meiner Meinung nach nicht im Feminismus, sondern in den tief verankerten Geschlechterstereotypen zu suchen (gegen die feministische Strömungen ja durchaus auch vorgehen).“
        Da gebe ich dir teilweise recht. Man muss hierbei beachten, ob es sich um den ausserhäuslichen oder den innerhäuslichen Bereich handelt. Im ausserhäuslichen Bereich wurden Frauen beschützt, ging nicht anders, innerhäuslich sieht das anders aus. Aber, es ändert nichts daran, das der Feminismus aktiv dagegen vorgeht, Frauen als Täter und Männer als Opfer wahrzunehmen, ja sogar vor Morddrohungen und dem töten von Haustieren wird nicht haltgemacht. Und das ist die Schuld des Feminismus. Ohne diesen, wären wir schon ein ganzes stück weiter zwischen den Geschlechtern.

        „Ich kenne übrigens auch Frauen, die missbraucht und belästigt worden sind – und denen kein Glaube geschenkt worden ist und deren Peiniger bis heute unbehelligt ihren Weg gehen.“
        Ja, ist leider ganz normal in einem Rechtsstaat. Es ist aber ein unterschied, ob diese wenigen Fälle geschehen, aufgrund mangel an beweisen oder ähnlichem, oder ob von vornherein jede Hilfe ausgeschlossen wird, nur weil man das falsche Geschlecht hat bzw. das man vom „richtigen“ Geschlecht unterstützung braucht, um nicht als Täter verhaftet zu werden, obwohl man opfer ist.

      3. „Ja, ist leider ganz normal in einem Rechtsstaat. Es ist aber ein unterschied, ob diese wenigen Fälle geschehen, aufgrund mangel an beweisen oder ähnlichem, oder ob von vornherein jede Hilfe ausgeschlossen wird, nur weil man das falsche Geschlecht hat bzw. das man vom “richtigen” Geschlecht unterstützung braucht, um nicht als Täter verhaftet zu werden, obwohl man opfer ist.“

        >> Ich finde es wirklich wichtig, bei solchen Angelegenheiten deutlich zu machen, dass die persönlichen Erfahrungen oder Ansichten nicht zwangsläufig gegeben sind. Du sprichst mit überzeugender Sicherheit von „wenigen Fällen“ oder Männern, denen von Anfang an „jede Hilfe“ abgesprochen wird. Hast du dazu fundierte Statistiken? Studien?
        Sicher ist es schwer, in solchen Angelegenheiten verlässliche Daten zu erheben. Deshalb sollte man auch seine persönlichen Einschätzungen als spekulativ markieren und nicht wie Fakten darstellen.

        Es mag sein, dass ein Mann schnell zum Täter gemacht wird und er Schwierigkeiten hat, sich aus dieser Rolle wieder zu befreien.
        Als Frau wird es aber nicht selten zum Spießrutenlauf, sexuelle Übergriffe zur Anzeige zu bringen und dann auch noch zu belegen. Meist kann dies sowieso nur bei Vergewaltigungen (wenn überhaupt) belegt werden – was eben nur die Spitze des Eisbergs darstellt, wenn man bedenkt, dass viele Frauen in ihrem Leben „nur“ gegen ihren Willen angefasst oder bedrängt werden.
        Auch vielen Frauen wird nicht geglaubt – Frauen die nicht nur bei der Tat gedemütigt wurden, sondern auch noch ihre Scham überwunden haben und diese schlimme Erfahrung vor wildfremden Personen breittreten mussten. Mit dem Ergebnis, dass sie verhöhnt oder im besten Fall einfach weggeschickt wurden. Im Prinzip ein doppeltes Trauma.

        Ich will das eine Unrecht nicht gegen das andere aufwiegen – aber zu behaupten, Frauen (die Opfer von Sexualdelikten wurden) würde stets Gerechtigkeit zuteil werden, während unschuldige Männer systematisch unter falschen Anschuldigungen zu leiden hätten, ist in meinen Augen ziemlich vermessen. Weder Ungerechtigkeiten gegenüber Opfern, noch die voreingenommene Behandlung von potenziellen Tätern, sollte „ganz normal in einem Rechtsstaat“ sein…

        Als vergewaltigte Frau, der keiner zuhört, fragt man sich wohl auch früher oder später auch, ob man wohl einfach das „falsche Geschlecht“ abbekommen hat.

  3. Bei häuslicher Gewalt gegen Männer spielt Scham häufig eine große Rolle, sie geben ungern zu „der Schwache“ zu sein- was selbstverständlich auf gängigen Erziehungsmodellen und Geschlechtssterotypen fußt. Außerdem tendieren Frauen eher dazu psychische Gewalt auszuüben (was selten zur Anzeige gebracht wird), Männer agieren sie öfter körperlich aus.

  4. Also ich hatte mal ne Freundin, die manchmal, durchaus nicht immer, in Konfliktsituationen gewalttätig geworden ist. In den meisten Fällen hat es dann ausgereicht die Dame am sprichwörtlich ausgestreckten Arm verhungern zu lassen. Daher einfach über die Armlänge mich aus der Reichweite von Schlägen und Tritten zu bringen bzw. wenn das nicht geholfen hat per Umklammerung jedwede weitere Gewaltanwendung zu vereiteln. Irgendwann war mir das zu doof und ich habe ihr mitgeteilt, dass ich beim nächsten Mal die Polizei rufe. Das hat eine Weile vorgehalten, bis zu dem Tag als sie wieder ausgerastet ist und ich dann die Polizei gerufen habe (unter den hämischen Rufen A) wenn du ein Mann bist brauchst du keine Polizei und B) wenn du Eier hast dann mußt du die Polizei jetzt rufen). Danach ist sie in die Küche verschwunden und als ich dann tatsächlich die Polizei gerufen habe, kam Sie mit einer großen Kristallvase wieder, die dann vor meinen Füßen am Boden zerschellte, so dass ich für einen kurzen Moment in einem Splitterregen stand.

    Am Telefon hat mir die Polizei dann Mitgeteilt, dass ich die Wohnung verlassen solle (aus der Konfliktzone gehen). Dort (und Dank der Vase auch ziemlich durch den Wind) wurde ich dann auch angetroffen. Besagte Dame hat derweil die Splitter zusammengekehrt, die Polizei empfangen und denen ruhig erzählt das ich der Bösewicht sei. Sonst ist da nichts weiter passiert. Im Rückblick meine ich mich zu erinnern, dass ich trotz des doch sehr professionellen (und neutralen) Autretens der Polizei das Gefühl hatte eine gewisse Voreingenommenheit zu spüren.

    Insofern kann ich nachvollziehen, wenn es Männen peinlich/unangenehm ist zur Polizei zu gehen. Ich betrachte das eher leidenschaftslos. Die Staatsmacht ist dazu da die Bürger also auch mich zu schützen, das haben sie getan. Und obwohl sich die besagte Dame gehörig über mich lustig gemacht hat ist es danach bis zum Ende der Beziehung zu keinen physischen Ausschreitungen mehr gekommen, was man wohl als Erfolg werten kann.

  5. „HILFLOSE MÄNNLICHE PERSON“ anstatt „HILFLOSER MANN“

    Was mir noch ins Auge sticht ist, dass man zu den Hilflosen nie „Mann“ gesagt hat, sondern immer „männliche Person“ – wohingegen man sehr wohl von „Männern“ sprach, wenn sie gewalttätig waren bzw. es gewesen s¹ sollen. Durch die Wahl der Wörter „männliche Person“ anstatt „Mann“ produziert man 1 Distanz zwischen Männlichkeit & Hilflosigkeit (1 Mann ist 1 MANN, aber 1 männliche Person ist 1 männliche PERSON). Doch produziert man nicht nur diese Distanz, man r e produziert sie ja auch mit der gewählten Sprache! Denn die (konzeptuelle) Inkompatibilität von Mann & Hilflosigkeit muss ja schon in den Köpfen derjenigen gewesen sein, die sich gewissermaßen nicht trauen, „hilfloser Mann“ in 1 Schwung zu sagen, nicht wahr?

    Entscheidend dabei ist, dass offenbar das Bild davon, wie 1 Mann ist bzw. s¹ soll, konstruiert wird. Und das schöne an Konstruktionen ist doch aber, dass man nicht auf genetische Mutationen warten muss, sondern sie bewusst dekonstruieren kann! 😉

    Ich persönlich würde mich darüber freuen, wenn man irgendwann Menschen nicht mehr in Mann/Frau; schwarz/weiß; arm/reich etc. ¹teilen müsste. Davon hätten dann ja auch alle Menschen insofern etwas, als man sie dann eben nicht mehr bspw. als „Mann“ oder „Frau“ und allem, was (je nach Kultur & Epoche unterschiedlich) dazugehört vorverurteilen könnte. Konkret: Wenn 1 Ehefrau ihren Ehemann in 1 Umfeld schlägt, wo nicht in „Mann“ und „Frau“ gedacht wird, sondern in „Mensch“, würde man dem Mann dann vermutlich leichter glauben, geschlagen worden zu s¹, denn die Situation sähe dann ja so aus, dass 1 Ehemensch s¹ Ehemenschen schlägt. – Glaubwürdig! 😉

    Sexismus wäre jedenfalls nicht möglich in 1 Welt, in der es sozial k¹ Geschlechter gibt, also k¹ Gender, denn Sexismus hat als Grundlage die Unterscheidung von (mind.) 2 Gendern.

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