Feminismus fickt! Ein Treffen in Wien.

Patrick Catuz mit Buch

Der Titel „Feminismus fickt!“ provoziert und erregt Aufmerksamkeit. Als ich im Netz über das Werk von Kulturwissenschaftler Patrick Catuz gestolpert bin, habe ich mir gleich gedacht, dass die Thematik ambivalent und spannend sein dürfte. Also habe ich mich kurzerhand mit dem Autor in Wien getroffen – über männliche Komplizenschaft im Feminismus, Macho-Mainstream und positive Aspekte der Internetpornografie.

Muschimieze:
Eine viel zitierte Aussage von dir lautet: „Die Frage sollte nicht lauten, was feministischer Porno ist, sondern, was er sein könnte.“
Das ist doch eine sehr passende Eingangsfrage: Was könnte feministischer Porno denn in deinen Augen sein?

Patrick Catuz:
Für mich ist das ein Schlüsselsatz. Ich hab das gerade gestern wieder in einem Pornoseminar gehabt, wo eine Teilnehmerin aufgezählt hat, was am Mainstreamporno zu kritisieren sei – beispielsweise bezogen auf Herabwürdigung von Frauen in Mainstreampornografie. Und die Teilnehmerin hat in dieser Reihe eben auch den Cumshot, also die externe Ejakulation ins Gesicht, aufgezählt. Das ist eine Praktik, die speziell vom konservativen oder gemäßigten Feminismus, oder von PorNO-Seite, gerne gebrandmarkt wird, quasi als Sinnbild dessen, wie die Herabwürdigung von Frauen per se dargestellt wird. Aber in meinen Augen geht es beim feministischen Porno, um das jetzt auf meine Aussage herunter zu brechen, eben nicht um eine konkrete Praktik, die man tun darf oder nicht, sondern um die Art und Weise, wie man die Dinge tut. Das ist zum Beispiel auch das, was mir an Erika Lust so gefallen hat. Ich habe mich nicht grundlos dafür entschieden, mit ihr zu arbeiten. Ich schätze an ihr, dass sie so undogmatisch ist und sich eben nicht an einen „Regelkatalog“ bindet.

Muschimieze:
Du sagst also im Prinzip, dass auch Praktiken, die auf den ersten Blick unterwerfend oder herabwürdigend erscheinen können, vom devoten Part selbstbestimmt dargestellt werden können?

Patrick Catuz:
Selbstverständlich. Der Sexakt ist immer auch ein Rollenspiel. Bei wem spiegelt sich denn das, was beim Sex ausgelebt wird, im alltäglichen Leben so wieder? Und ich meine damit beispielsweise Menschen, die eine Vorliebe für SM-Praktiken haben. Das eine hat nicht zwangsläufig etwas mit dem anderen zu tun.

Muschimieze:
Wie ist das denn beispielsweise bei der Pornodarstellerin Sasha Grey. In ihren Filmen nahm sie oft an Praktiken teil, die gemeinhin als frauenverachtend wahrgenommen werden. Dennoch wird sie immer wieder als Beispiel für selbstbestimmte oder „emanzipierte“ Pornografie genannt.

Patrick Catuz:
Ich hab mich bisher nicht eingehend mit Sasha Grey beschäftigt und bin mir nicht sicher, ob diese Figur nicht auch eine gewisse Ambivalenz in sich trägt. Pornos sind in erster Linie Filme und Filme sind eine Inszenierung. Wir können von der Medienfigur Sasha Grey nicht wirklich auf die Person dahinter schließen. Um herauszufinden, was die Leute da tatsächlich machen, müsste man sich die Produktion ansehen. Das kann man nicht allein von dem vermittelten Bild ableiten. Auch nicht, wie PorNO behauptet, ob Leute dazu genötigt wurden, ob sie etwas gerne machen oder nicht, weil das Darstellende sind, die Rollen spielen. Das wird inszeniert, hinterher geschnitten und bearbeitet – was natürlich die Umstände am Set verfälscht und eine Illusion erzeugt. So ist das bei jedem Film und in jedem Genre. Nur beim Porno neigen wir dazu, am Bild bewerten zu wollen, was da wirklich passiert ist, wie es den Leuten dabei geht und wie die Machtverhältnisse sind. Bei jedem anderen Film kämen wir nicht auf die Idee.

Patrick Catuz 2

„Ich glaube nicht, dass Medien etwas mit uns machen. Ich bin radikaler Verfechter der Haltung: Wir machen etwas mit Medien! “

 

Muschimieze:
Aber bilden beispielsweise Produktionen, ungeachtet dessen unter welchen Umständen sie Zustande kamen, beispielsweise in denen Frauen immer und immer wieder als untergeordnet und „erniedrigt“ dargestellt werden, nicht auch die Grundlage für Sehgewohnheiten und somit die Brücke vom Fiktiven zum Realen? Können solche stereotypen Darstellungen Menschen nicht unterbewusst beeinflussen?

Patrick Catuz:
Ich glaube nicht, dass Medien etwas mit uns machen. Ich bin radikaler Verfechter der Haltung: Wir machen etwas mit Medien! Deshalb müssen wir uns die Frage stellen, wieso Leute spezifische Medieninhalte konsumieren. Wir können uns natürlich auch Gedanken darüber machen, was für eine Haltung diese Inhalte vielleicht transportieren. Ich glaube jedoch nicht, dass, so wie es vor einigen Jahrzehnten von den Verfechterinnen der PorNO-Kampagne dargestellt worden ist, Pornos „Vergewaltiger“ produzieren würden. Es ist nicht so, dass ein Mann sich eine Vergewaltigung im Porno ansieht, raus geht und selber vergewaltigen will.
Man kann auch distanziert Medieninhalte schauen oder sie gegen den Strich lesen.

Muschimieze:
Du glaubst also nicht, dass es auch Menschen gibt, die Medien undifferenzierter konsumieren? Können bestimmte Darstellungen nicht auch Sehgewohnheiten schaffen und so zur Selbstverständlichkeit werden? Ich beziehe diese Frage nicht zwangsläufig auf Vergewaltigungen, sondern schon auf viel subtilere Einflüsse und Folgen.

Patrick Catuz:
Ja, doch, das glaube ich schon. Aber ich glaube auch, dass das eine Melodie ist, die von einem ganzen Orchester gespielt wird. Die Pornografie ist in dem Ganzen nur ein Instrument. Und wenn wir jetzt in so einer schönen, geschlechtergerechten Gesellschaft leben würden, dann würde ein frauenverachtendes Bild in der Pornografie, um das jetzt mal ganz platt runterzubrechen, nur eine kleine Dissonanz erzeugen. Ich glaube, dass die Dinge, bei denen wir Angst haben, sie könnten bei den Menschen durch Pornografie ausgelöst werden, bereits tief in dieser Gesellschaft verankert sind. Die Verdinglichung und Herabwürdigung der Frau finden wir in allen Mainstream-Medien: in Hollywood-Filmen, auf Werbeplakaten, an Schaufensterpuppen – einfach überall. Und ich glaube, wenn wir das alles auf die Pornografie schieben, dann machen wir es uns ein bisschen zu leicht. Dann haben wir ein schwarzes Schaf gefunden und brauchen uns keine Gedanken mehr darüber zu machen, wie weitgehend das doch eigentlich unseren ganzen Alltag begleitet. Und zwar nicht die Pornographie, sondern etwas Profunderes. Wir verkaufen Autos und Bratwürste mit nackten Frauen, die in diesem Zusammenhang nur Dekoration für ein Konsumobjekt darstellen. Es gibt auch viele Überschneidungen, zwischen Werbung und Pornografie. Dem, was da dahinter steckt, werden wir jedoch nicht gerecht, wenn wir uns nur an die Pornographie wenden. Dafür bräuchten wir eine umfassendere Kapitalismuskritik.

Muschimieze:
Das geht sicher Hand in Hand und potenziert sich möglicherweise auch gegenseitig. Mediale Mainstream-Darstellungen gewinnen möglicherweise auch ihre Legitimität durch den typischen Mainstream-Porno. Wo liegt da jetzt eigentlich genau der Unterschied zum feministischen Porno?

Patrick Catuz:
Da spielen zwei Faktoren eine Rolle: Der Eine ist die Produktion. Ich würde es durchaus auch als feministischen Porno bezeichnen, wenn es sich um eine Unternehmung handelt, die von Frauen geführt wird. Ich würde sogar dann von einem feministischen Porno sprechen, wenn sich das Bild nicht sonderlich von den geläufigen Darstellungen unterscheidet – allein aufgrund der Tatsache, dass eine Frau hinter der ganzen Angelegenheit steht. Die Pornoindustrie ist noch sehr stark davon geprägt, dass dort Frauen nichts anderes tun, als Darstellerinnen oder vielleicht noch Make-Up-Artists zu sein. Es gibt in der Regel keine Regisseurinnen oder Produzentinnen, sie sind massiv unterrepräsentiert in Positionen, in denen man irgendwie etwas zu melden hat. Insofern würde ich dem einen großen Wert beimessen. Der andere Faktor ist, dass die Frauen, die in den letzten 15 Jahren in die Pornoindustrie geströmt sind, auch die Arbeitsweise verändert haben. Durch diese andere Herangehensweise, andere Produktionsabläufe, ändert sich auch mit der Zeit das Bild, dass am Ende dabei herauskommt. Allein schon dadurch, dass die meisten keine Lust darauf haben, Filme zu machen, die einfach nur männliche Bedürfnisse befriedigen.

Patrick Catuz seitlich

„Bei einer Podiumsdiskussion hat sich einmal eine Philosophie-Professorin an die anwesenden Männer gerichtet, die ich vielleicht als Feministen bezeichnet hätte, und sie „Komplizen“ genannt. Ich habe keinen Bock darauf, nur Komplize zu sein. Ich sehe mich nicht als Komplize.“

Muschimieze:
Du würdest also selbst eine Produktion, die diesen geläufigen Pornostereotyp der weiblichen Unterwerfung reproduziert und sich an einem imaginiert mannhaften Betrachter orientiert, als feministisch bezeichnen – nur weil sie von Frauen geleitet wird?

Patrick Catuz:
Ja! Denn ich glaube, wir müssen das als Weg interpretieren. Manchmal muss man halt einen Schritt zurückgehen, um zwei nach vorne zu kommen. Wenn du dir die Anfänge von Candida Royalle in den Neunzigerjahren mit ihren Femme Productions beispielsweise anschaust. Das war eine Pornodarstellerin in den USA, die bereits in den 80ern den „Club 90“ gegründet hat, aus dem dann später ihre eigene Produktionsfirma entstanden ist. Dort haben sich Pornodarstellerinnen zusammengetan und darüber nachgedacht, wie sie Porno verändern können. Und eben nicht nur mit irgendwelchen Gesetzesentwürfen, wie die PorNO-Verfechterinnen. Sie haben angefangen, ihre eigenen Filme zu produzieren und hatten zu diesem Zeitpunkt wenig Material, an dem sie sich, außerhalb des Mainstreams, orientieren konnten. Es mussten also zunächst neue Wege gefunden werden. Und dabei macht man natürlich auch Fehler. Bei den meisten Fem Porn-Produktionen findet man auch heute noch Aspekte, an denen man vielleicht noch arbeiten könnte.
Es wird doch nirgends so leidenschaftlich darüber gestritten, was feministisch ist, wie im Feminismus selber. Und das ist auch jetzt bei den aktuelleren Titeln so. Die Candida Royalle-Produktionen haben sich noch sehr stark am Mainstream orientiert und man musste einige Fantasie aufbringen, um feministische Aspekte erkennen zu können. Aber selbst bei den heutigen Erika Lust-Filmen, kommt man immer wieder mal an einen Punkt, an dem man ein bisschen Nähe zum männlichen Mainstream ausmachen kann. Wir befinden uns einfach in einem Entwicklungsprozess. Nach so vielen Dekaden männlich dominierter Pornogeschichte haben sich einfach bestimmte Darstellungsformen einzementiert und das bricht eben nur langsam auf.

Muschimieze:
Kann man auch in feministischen Produktionen die Nähe zum männlichen Mainstream bewusst einsetzen?

Patrick Catuz:
Ja, klar!

Muschimieze:
Stichwort: feministisch. Hattest du Hemmungen diesen Begriff im Titel deines Buches zu verwenden, da er oft vorbelastet ist und möglicherweise viele fehlleitende Assoziationen weckt?

Patrick Catuz:
Ob ich Angst hatte, dass das Wort „Feminismus“ gewisse Vorbehalte bei den Leserinnen und Lesern wecken könnte? Nein, ich hatte ehrlich gesagt eine ganz andere Befürchtung. Ich identifiziere mich, solang ich denken kann, als Feminist. Mit der Haltung bereits in Kindheit und Jugend, noch bevor ich das überhaupt mit diesem Begriff in Verbindung bringen konnte. Und daher hatte ich schon öfter das Problem als Mann in feministischen Kreisen als Feminist gelten zu dürfen. Bei einer Podiumsdiskussion hat sich einmal eine Philosophie-Professorin an die anwesenden Männer gerichtet, die ich vielleicht als Feministen bezeichnet hätte, und sie „Komplizen“ genannt. Ich habe keinen Bock darauf, nur Komplize zu sein. Ich sehe mich nicht als Komplize.

Muschimieze:
Kein Bock auf lila Pudel?

Patrick Catuz: (lacht)
Genau. Also ich war mir dessen bewusst, dass es schwer wird ein Buch zu schreiben, in dem man als Feminist für Pornografie spricht. Es ist aber auch schon schwer genug als Mann für den Feminismus zu sprechen. Ich habe mich dazu entschlossen, mit dieser Problematik zu spielen und so bin ich auch zu dem Buchtitel, Feminismus in Kombination mit dem eher unschicklichen Wort „ficken“, gekommen. Mir war klar, dass ich als Mann und als Feminist sowieso nur provozieren kann. Aufgrund dieser Tatsache habe ich mich dazu entschlossen, gleich auf‘s Ganze zu gehen.

 

Patrick Catuz mit seinem Buch

„Dabei hat Internetpornografie nicht nur Nachteile. Sie hat für eine Demokratisierung des Genres gesorgt. „

Muschimieze:
Findest du, dass es ausreichen würde, wenn feministischer Porno ein Gegengewicht zur bestehenden Industrie ausmacht – oder wäre es sogar wünschenswert, dass er den Mainstream-Porno gänzlich ablöst?

Patrick Catuz:
Der Mainstream-Porno ist sicher nicht gänzlich abschaffbar und ich weiß auch nicht, ob das unbedingt notwendig ist. Was meiner Meinung nach wichtig ist, dass wir die Arbeitssituation verbessern und möglicherweise auch die Vermittlung einer gewissen Medienkompetenz, dass Porno eben keine Dokumentation ist.

Muschimieze:
Wirkt das starke Aufkommen von Internetpornografie nicht dem Wunsch nach besseren Arbeitsbedingungen entgegen? Schliesslich schaden YouPorn& Co. der Industrie, drücken Löhne und können jeden beliebigen Hinterhof zum Pornoschauplatz machen.

Patrick Catuz:
Das stimmt für den Mainstream, aber Internetporno hat das Aufkommen von feministischer Pornografie überhaupt erst in diesem Ausmaß möglich gemacht. Das Internet hat Produktionen fernab der großen Distributionshäuser, die alles filtern, erst realisierbar gemacht. Wenn du früher einen Porno machen wolltest, bist du zu einer großen Firma gegangen und hast deine Idee vorgestellt oder gleich eine Produktion verkauft. Die haben aber nur Titel genommen, bei denen sie sich gedacht haben, dass sie auch ein breites Publikum ansprechen.

Muschimieze:
Männer?

Patrick Catuz:
Ja und möglichst viele! Die Produktion sollte eine möglichst breite Zielgruppe erreichen, möglichst viele Männer erschließen. Und nun ist es ja auch nicht so, dass alle Männer den gleichen Geschmack hätten. Es wurde nach einem Stereotyp Mann gefischt, der so ja auch nicht haltbar ist. Die Tatsache, dass alternative Produktionen mittlerweile überhaupt möglich sind, ist dem Umstand geschuldet, dass man heutzutage alles relativ unkompliziert selber in die Hand nehmen kann, wenn man möchte. Alle Glieder der Wertschöpfungskette können von den Produzierenden selbst kontrolliert werden. Die „Gatekeeper“ sind einfach verschwunden. Und daran geht die Mainstream-Industrie mittlerweile auch nach und nach zu Grunde. Sie stellen sich einfach nicht auf die neuen Anforderungen ein.

Muschimieze:
Also ist der Internetporno ein feministischer Gewinn?

Patrick Catuz:
Wir können in jedem Fall von ihm profitieren. Internetpornografie wird gerne kategorisch abgewertet, nach dem Motto: „Denkt auch jemand mal an die Kinder?“.
Dabei hat Internetpornografie nicht nur Nachteile. Sie hat für eine Demokratisierung des Genres gesorgt. Niemand denkt darüber nach, was sich dabei überhaupt erst für Möglichkeiten erschließen, wenn Amateure anfangen, Plattformen wie YouPorn mit nicht-kommerziellen Inhalten zu fluten.

 

Patrick Catuz 'pssst'

„Fem Porn ist ja kein Projekt, dass das ganze Ding für Frauen nur umdrehen möchte, sondern von dem beide Seiten profitieren können. Genauso wie Feminismus letztendlich auch zum Vorteil für Männer ist.“

 

Muschimieze:
Glaubst du, dass weibliche Sexualität ein anderes Konsumbedürfnis hat, als männliche? Ist die Ausrichtung des Produkts „Porno“ auf Geschlecht und sexuelle Orientierung überhaupt notwendig?

Patrick Catuz:
Ich glaube nicht, dass das in der Sexualität von Frauen oder Männern selbst liegt. Fem Porn hatte das Problem, dass Frauen als Pornokonsumentinnen überhaupt erst erschlossen werden mussten. Frauen als Gruppe musste erstmals vermittelt werden, dass sie Porno „wollen können“, bzw. dass es einen anderen Porno geben kann. Insofern mussten die Produzentinnen des Fem Porn ihre Titel und Produktionen auch ganz anders vermitteln, als herkömmliche Produktionen. Oft war das Label „Porno“ selbst Gegenstand der Debatte, da ihm einschlägige Assoziationen anhaften. Fem Porn will Platz für Frauen in der Pornografie schaffen und sich eben nicht mehr an den Bedürfnissen von Männern abarbeiten. Frauen sollen kein Konsumobjekt mehr sein, sondern ihnen soll die Möglichkeit zugestanden werden, ihren Bedürfnissen zu folgen und zu befriedigen. Dabei ist Femporn keineswegs eine Kategorie die nur für Frauen gedacht ist. Im Gegenteil – nur weil die Frau als Akteurin mitberücksichtigt wird, heißt das nicht, dass nicht auch viele Männer gerne diese Produktionen schauen. Hier wird teilweise versucht, eine realistischere Sexualität darzustellen – das erreicht Frauen und Männer gleichermaßen.
Das ist wie im Feminismus allgemein. Fem Porn ist ja kein Projekt, dass das ganze Ding für Frauen nur umdrehen möchte, sondern von dem beide Seiten profitieren können. Genauso wie Feminismus letztendlich auch zum Vorteil für Männer ist.

 

Cover Feminismus fickt!

Patricks Arbeit interessiert dich? Dann kannst du auf seiner Webseite vorbeischauen oder dir sein Buch auf Amazon bestellen.

Wenn du Lust auf gelungene Beispiele feministischer Pornographie bekommen haben solltest, – und nein, die „Female Choice“-Kategorie auf YouPorn (der ein kitschiges Blumenbouquet im Hintergrund des Geschehens ausreicht, um den Clip als frauenfreundlich zu kategorisieren) gehört nicht dazu – schau doch mal auf der Seite von Erika Lust vorbei oder dir ihren FIlm „Cabaret Desire“ an – an dem hat Patrick übrigens auch mitgewirkt.

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One thought on “Feminismus fickt! Ein Treffen in Wien.

  1. Nun bin ich keine Konsumentin von Pornos zum Anschauen, aber das Interview war in mehreren Beziehungen aufschlussreich. Das Ansinnen, Pornos grundsätzlich zu verbieten ist jedenfalls eines, auf das ich nur mit Kopfkratzen reagieren kann – die geschrieben und gezeichneten Inhalte diverser Fanwork-Archive und ihre Autorinnen sprechen für sich, finde ich.

    „Die „Gatekeeper“ sind einfach verschwunden. Und daran geht die Mainstream-Industrie mittlerweile auch nach und nach zu Grunde.“
    Dieses Phänomen ist ja nun nicht nur bei Porno zu beobachten – Self-Publisher*innen im Buchbereich zum Beispiel hebeln ja auch die Gatekeeping-Funktion von Verlagen aus. Was eventuell der Qualität schadet, aber der Diversität guttut.

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